Abbruch

Nach langem hin und her haben wir uns gemeinsam dazu entschlossen, dass wir das Ganze abbrechen werden. Wir sind zwar erst elf Tage unterwegs. Aber es ist überhaupt nicht das, was wir uns vorgestellt haben.
Die Gründe dazu sind:

  • Finanziell: Die Kosten sind etwas aus dem Ruder gelaufen. Aufgrund der hügeligen Stecken und der daraus resultierenden, relativ kurzen Distanzen, welche wir täglich zurücklegen konnten, habe wir nicht wie geplant auf den Campingplätzen übernachten können. Daher mussten wir viel in Hotels und Gasthäusern schlafen. Zudem konnten wir in den Hotels nicht selber kochen und wir mussten notgedrungen in den Restaurants essen, was in Bayern schon nicht so teuer ist, aber trotzdem auf lange Sicht ins Geld geht.
  • Wetter: Es war mehrheitlich gutes Wetter zum Fahren. Aber die Tage, an welchen es geregnet hat, haben uns mehr zu schafen gemacht, als wir uns das vorgestellt haben. Wir haben eigentlich geplant, den September in kurzen Velokleidern zu bewältigen, mussten aber schon zu Beginn die langen Hosen anziehen. Wenn wir im Zelt geschlafen haben, hatte es jeweils viel Kondenswasser an der Zeltinnenwand. Da dies sich nicht durch abschütteln und kurz an die Sonne legen trocknen lies, war es sehr mühsam, das Zelt einzupacken. Auch konnten wir das Zelt am Mittag nicht auspacken und trocknen lassen, da das Wetter dies nicht zulies. Wir verhängten jeweils das ganze Hotelzimmer mit dem Zelt, um es trocken zu kriegen.
  • Kondition: Von Anfang an hat Andy die körperlichen Auswirkungen mehr gespürt als Luana. Was sehr komisch ist, da Luana sonst immer mehr zu kämpfen hatte. Dadurch konnte Andy Luana nicht so die Berge hochjagen wie sonst immer.
  • Gesundheit:Heute ist der dritte Tag, an dem wir nicht fahren konnten. Luana hat in Bad Wörishofen vermutlich etwas gegessen, was ihr auf den Magen geschlagen hat. Darum haben wir uns entschieden, dort einen Ruhetag anzuhängen. Da es leider nicht besser wurde, haben wir uns dazu entschieden, mit dem Zug nach München weiterzureisen. Heute ist es leider immer noch nicht besser.
  • Heimweh: Da alles irgendwie nicht wirklich zusammengespielt hatte, kam auch etwas Heimweh auf, was dem Ganzen das Tüpfelchen auf’s I gab. Andy hatte etwas mehr Mühe mit dem Heimweh. Luana versuchte Andy zu motivieren. Aber jemanden zu motivieren, der eigentlich schon ziemlich aufgegeben hat, ist halt schwierig.

Wir hatten nun folgende Optionen:

  • Eine Nacht in München anhängen.
  • Weiterreise mit dem Zug nach Salzburg.
  • Abbruch

Eine Nacht anhängen kam nicht in Frage, da in der ganzen Stadt keine preisweten Zimmer mehr frei waren. Vermutlich auf Grund des am Samstag beginnenden Oktoberfestest. Damit standen noch die Weiterreise mit dem Zug, oder der Abbruch zur Auswahl. Aufgrund der oben aufgeführten Gründe haben wir uns für den Abbruch entschieden.

Wir haben gemerkt, dass es nicht unser Ding ist, mit dem Velo so lange unterwegs zu sein. Wir lieben es nach wie vor, mit dem Velo Ferien zu machen, aber nicht so lange.

Was machen wir nun aber mit den angebrochenen drei Monaten? Wir werden natürlich nicht zu Hause sitzen und Däumchen drehen, bis es dann nach Australien geht. Wir haben Alternativen, und werden euch auf dem Laufenden halten. Aber jetzt zuerst mal nach Hause, erholen, waschen und dann weiterplanen.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Florian

    WWWAAAAASSSSSS!!!!! Das sind ja sehr traurige Neuigkeiten :(( Gute Heimkehr und bis bald.

  2. Joke

    Bis bald gute Heimreise.

  3. Tadija

    Schade 🙁 gute Besserung und trotzdem eine schöne Erholung!

  4. Sibylle und Beat

    Wir gratulieren euch zu dem, was ihr in den letzten Tagen geleistet habt! Ganz viele Menschen würden sich das nicht zutrauen. Auch den Mut, etwas Geplantes zu ändern, finden wir bewundernswert! Sobald das grusig nasse Zelt endlich wieder trocken ist, entstehen sicher bald gute Ideen für die kommende Zeit! Und wer den Velovirus hat, wird ihn nicht so schnell verlieren! Liebe Grüsse aus Kroatien von der Insel Cres

  5. Pädi

    Das ist tatsächlich Schade zu hören. Aber wie ihr ja selber sagt, mit der freien Zeit ergeben sich neue Optionen!

  6. Möni

    Hallööö… ich glaub an euch… wie auch immer… es kommt schon gut….
    big kiss

  7. Alex

    Schade, dass nichts daraus wurde trotz der langen Vorbereitung. Dennoch wünsche ich eine schöne Heimreise, und vielleicht findet sich später noch mal eine gute Gelegenheit für eine Velotour.

  8. Jörg

    Kopf hoch! Klappt vielleicht das nächste Mal! Gute Heimreise.

  9. Manuel

    Und wenn es euch ganz langweilig wird, in der Sternmatt 6 seid ihr willkommen 😉

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