Die letzten beiden Tage haben wir zusammen mit Joke und Dominik das Zeeland erkundet. Gestern sind wir am Morgen mit dem Velo an den Strand gefahren. Mit Rückenwind fühlt sich das Velofahren an, als ob man mit einem E-Bike unterwegs wäre. Mit Gegenwind natürlich entsprechend umgekehrt. Wir fuhren zu einem Leuchtturm, bei den Einheimischen Vuurtoren (Feuerturm) genannt. Wenn man dann über die Dünen stieg, war man an einem wunderschönen Strand. Leider hatten wir beide unsere Badehosen nicht dabei, und hielten darum nur unsere Füsse kurz ins Wasser.
Am Nachmittag gingen wir nach Zierikzee, ein malerisches Hafen-Städtchen. Da haben wir festgestellt, das Rivella in Holland auch zu haben ist. Zwar nur das blaue, aber ja, ein Bisschen Heimat.
In Zierikzee haben wir auch ein Geschenk für Christiaan, den Neffen von Joke gekauft. Am Abend waren wir nämlich zu seinem Geburtstag in Hendrick-Ido-Ambacht, auch Tambacht genannt, eingeladen. Wir haben von den Gesprächen auf Holländisch erstaunlich viel verstanden, vor allem Luana. Auf der Rückfahrt fuhren wir am Hafen von Rotterdam vorbei. Ein riesgiges Industriegebiet, welches in der Nacht voll beleuchtet war. Kurz nach dem Hafen habe wir auch einige Kaninchen direkt neben der Fahrbahn gesehen. Nachdem wir im Dunkeln nochmals zum Feuerturm fuhren, lief uns auf dem Rückweg zum Camping beinahe ein Hirsch vor das Auto.
Heute Morgen sind wir nach Vlissingen gefahren. Der Wind pfiff uns da um die Köpfe, wie wir es noch nie erlebt haben. Diese Stadt liegt direkt an der Einfahrt zum Hafen von Antwerpen. Aus dem Restaurnt De Gevangentoren konnte man wunderbar die vorbeifahrenden Ozeanriesen beobachten. Andy liess es sich nicht nehmen, die Kibbelinge, von welchen alle schwärmen, zu probieren. Kibbelinge sind mundgerecht geschnittene Fischfilet, welche mit Backteig überzogen und dann fritiert werden. Dazu gab es eine feine Remuladensauce. Nach einem Einkaufsbummel sind wir dann nach Middelburg weiter und dann nach Veere, zwei weitere Städte in Zeeland. Zum Abendessen gab es Pfannkuchen mit Speck, Käse und Zwiebeln.
Morgen werden wir die Deltawerke, die Einrichtung welche den Wasserstand in Holland regelt, besichtigen. Es soll ein Sturm der Stufe 10 vorbeiziehen. Joke meinte, das wäre optimal. Am Abend werden wir dann weiter nach Tambach fahren, von wo aus wir dann in den nächsten Tage die Gegend von Rotterdam erkunden werden.
Die Bilder findet man hier