Da Luana seit der Autoprüfung nicht mehr mit einem geschalteten Fahrzeug gefahren war, wollte sie zuerst mit dem Camper nur aus dem Campingplatz fahren. Aber nachdem ihr das ganz gut gelungen war, fuhr sie gleich weiter. Und was soll man sagen: Sie verhielt sich wie ein Fisch im Wasser. Wie sie nie etwas anderes gefahren wäre. Kein einziges Mal den Scheibenwischer angelassen und auch mit der Schaltung hatte sie weniger Mühe als Andy.
Von Bunbury nach Augusta
Der Weg führte uns nun weiter Richtung Süden. Zuerst auf zweispurigen Strassen. Aber bald waren sie nur noch einspurig. Leider waren die ersten Kängurus, welche wir sahen, dem Verkehr zum Opfer gefallen und lagen am Strassenrand. Die Strecke aber war schön. Es hatte unendlichscheinende gerade Strassen welche durch wunderschöne Gebiete führten, so wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Auch wurden wir durch Strassenschilder immer wieder darauf hingewiesen, dass, wenn wir zu müde wären, wir nicht mehr fahren sollten.
Schliesslich landeten wir in Augusta, einer Stadt ganz im Südwesten von Australien. Dort haben wir uns zuerst einen Platz auf dem Flinders Bay Caravan Park gesichert. Danach haben wir Cape Leeuwin besucht. Der südwestlichste Zipfel von Australien. An der Stelle, wo das Südpolarmeer und der indische Ozean zusammenkommen, hat es einen Leuchtturm. Es war sehr interessant die Geschichte dieses Turmes, der Turmwächter und der umliegenden Gebäude zu erfahren. Diese Infos bekamen wir über einen Audioguide, welcher uns dies sogar auf Deutsch erzählte. Ein paar Meter weiter befand sich ein Wasserrad. Dieses war früher für das Pumpen des Trinkwassers zur Leuchtturm Siedlung verwendet worden. Seitdem das Wasser aber elektrisch gepumpt wird, ist das Rad ausser Betrieb. Das Wasser rieselt aber weiterhing darüber und so hat sich ein dicker Kalkbelag gebildet, so dass man sagen kann, dass das Rad inzwischen versteinert ist.
In der Nähe lag ebenfalls Hamelin Bay. Als wir bei diesem Strand über die Sanddünen gestiegen sind, kamen wir im Paradies an. Weisser Sand, blaues Wasser und für diesen Ort hatte es sehr wenig Menschen. Luana schwebte wie auf Wolken und kann diesen Anblick jetzt gar nicht richtig in Worte fassen, denn sie ist immer noch baff. Andys Meinung: „Ist halt ein Strand.“ Interessant waren die Stachelrochen, welche bis ans Ufer kamen. Man konnte sogar Futter für diese riesigen Tiere kaufen und sie damit anlocken. Das haben wir aber dann doch nicht gemacht.
Nach dem Strandbesuch fuhren wir zurück auf dem Camping wo wir den nächsten Tag planten, einen Strandspaziergang machten, etwas kochten und mit einem Spiel den Tag ausklingen liessen.
Von Augusta nach Walpole
Auch am dritte Tag ist Luana die ganze Strecke gefahren. Andy war das eigentlich ganz recht. Der Weg führte uns via Pemberton nach Walpole. Er war nicht zu vergleichen mit dem des Vortages. Anstelle der langen geraden hatten wir heute kurvenreiche Strassen, welche meistens durch Wald führten. Zuerst war dies fantastisch anzuschauen. Aber mit der Zeit hatte man es gesehen. Zudem war das Fahren mit dem ständigen Wechsel zwischen LIcht und Schatten recht anstrengend. Wir fuhren die ganze Strecke mehr oder weniger an einem Stück. In Walpole sicherten wir uns wieder einen Platz für die Nacht.
Nachdem wir den Platz zugesichert bekamen fuhren wir weiter in den Walpole-Nornalup Nationalpark. Dort liegt das „Valley of Giants“, das Tal der Giganten. In diesem Tal wachsen riesige Eukaliptus Bäume, die „Red Tingles“, welche nur hier vorkommen. Wir machten den sogenannten „Tree Top Walk“. Das ist ein Weg über eine Stahlbrücke, welche uns bis zu den Kronen der Bäume 40 Meter ab Boden führte. Die Aussicht auf die Bäume war grandios. Neben der Brückenkonstruktion hatte es einen Pfad durch den Wald, bei welchem wir noch mehr Informationen zu den verschiedenen Bäumen erhalten haben.
Auf dem Camping haben wir unser schon recht etabliertes Abendritual durchgeführt.
Von Walpole nach Albany
Wir fuhren von Walpole nach Albany. Nach dem wir uns mit dem nötigen Treibstoff versorgt hatten, führte uns der Weg an den Elephant Rocks vorbei. Das sind Felsen, welche am Ufer liegen und aussehen wie eine Herde Elefanten. Die Strecke war mit 154 Kilometer relativ kurz. Wir fanden im Emu Point Beach Holliday Park unseren Schlafplatz für diese Nacht. Wir gönnten uns einen Ruhenachmittag auf dem Camping, mit einem Strandspatziergang, Spiele machen und einfach nichts tun.
Wir sind beide nicht so die Autofahrer. Luana hat aber deutlich mehr Spass daran den Camper zu steuern als Andy. Darum haben wir jetzt abgemacht, dass sie fährt so lange sie mag und Andy dann im Falle der Fälle einspringen würde.
Von Albany zurück nach Hamelin Bay
Nach dem nun schon die halbe Zeit, welche wir für den ersten Camperteil zur Verfügung hatten, durch war, mussten wir langsam schauen, wie wir nach Perth zurück kommen. Wir entschieden uns, wieder entlang der Küste und nicht wie ursprünglich geplant über Kalgoorlie zu fahren. Wir nahmen uns Pemberton als Tagesziel vor. Aber zuerst machten wir einen Abstecher zum Little Beach. Das ist ein wunderschöner Strand etwas östlich von Albany im Two Peoples Bay Nature Reserve. Hier kam auch Andy ins schwärmen. Danach fuhren wir wieder Richtung Westen. Und jetzt kommts. Es hat den Rest vom Tag geregnet. Wir hätten nie gedacht, dass wir in Australien Regen haben werden. Es passte voll nicht in unser Bild, den wir rechneten erst in Neuseeland mit Regen. Und es hat nicht nur so ein paar Tropfen gegeben, nein, so richtig in Strömen floss der Regen. Als wir uns Pemberton näherten, waren die Schleusen wieder voll offen. Daher fuhren wir gleich weiter, da man so nicht gross Lust hatte, etwas anzuschauen. Wir entschieden uns wieder an den Hamelin Bay zu fahren. Da ergaterten wir uns den letzten Platz auf dem Hamelin Bay Holiday Park. Wir kochten unser Znacht und assen das erste mal im Camper. Ab Morgen werden wir gemütlich weiter entlang der Küste Richtung Perth fahren.
Hallo ihr Lieben
Das tönt jo scho mal ganz toll…. be üs isch wieder es Stürmli unterwegs und Schneegestöber…. isch meini guet sinder wohlbehalte a de Wärmi….. und ich wünsche no viel Spass … au bim Autofahre und gniesset Sunne auch wenns au mol be eu e chli rägnet…..
big kiss moni
Der Regen stellt Australien einfach ganz anderst dar. War aber auch eine interessante Erfahrung.