Die Camperübernahme klappte wunderbar in Adelaide. Lag wohl daran, dass wir schon im System gespeichert waren und nicht mehr viel Administratives machen mussten. Wir haben uns auch gleich eine Dose Salz gesichert, welche da auf einem Tisch stand, auf welchem Leute ihre Lebensmittel hinstellen, welche sie nach dem Camperurlaub noch übrig haben.
Luana setzte sich wie gewohnt ans Steuer. Da wir bisher einen manuell geschalteten Camper hatten, war sie im ersten Augenblick etwas überfordert, wie sie nun mit dem Automat schon wieder umgehen musste. Nach einem kurzen Einkauf für die nächsten paar Tage ging es los Richtung Süden. Aber schon bald machten sich die Rückenschmerzen von Luana bemerkbar, welche sie seit der Tour im roten Center hatte. Wir kamen in Victor Harbour an, einer kleinen Stadt am Meer. Von dort führte ein Pferdetram auf Granite Island, eine kleine Insel vor der Stadt. Es war eine sehr gemütliche Fahrt. Wenn man zur gleichen Zeit wie die Kutsche losgefahren ist auch losgelaufen wäre, hätte man die Insel schneller erreicht.
Wie der Name schon sagt, ist die Insel ein grosser Granitfelsen. Wir stiegen auf den Gipfel dieser Insel und waren froh, dass wir unsere Regenjacken dabei hatten. Es hat sehr stark gewindet und geregnet. Manche Böen waren teilweise sogar heftiger, als diejenigen, welche wir in Holland erleben durften.
Nach der Rückkehr von der Insel übernahm dann Andy das Steuer. Die Fahrt ging weiter bis nach Meningie, wo wir unseren Bus auf einen Campingplatz stellten. Wir haben etwas Kleines gekocht. Luana bekam kurz nach dem Essen heftige Bauchschmerzen. Diese wurden so heftig, dass wir einen Doktor aufsuchen mussten. Wir fuhren also in das Spital, welches direkt in Meningie war. Da sie in diesem Spital kein Labor hatten, wurden die Tests im drei Stunden entfernten Adelaide ausgewertet. Deshalb haben sie Luana gleich zwei Nächte behalten.
Diese Nächte hat Andy alleine im Camper verbracht. Am dritten Tag wurde Luana dann entlassen, mit dem Plan, weiter nach Mount Gambier zu fahren, um dort weiter Untersuchungen, welche in Meningie nicht möglich waren, durchzuführen. Wir fuhren also bis Mount Gambier und haben uns da wieder einen Camping gesucht. Am anderen Tag hat Luana wie befohlen die Untersuchungen machen lassen. Um 10:00 Uhr sind wir im Spital gewesen, um 23:00 Uhr durften wir dann wieder gehen, mit der Auflage, nun fünf Tage lang jeden Tag zu kommen.
Die Sache ist leider etwas schwerwiegender als nur etwas Rückenweh. Die Ärtzte haben Luana angewiesen, nun jede Woche mindestens einmal in ein Spital zu gehen um sich untersuchen zu lassen. Auf diesen Bescheid hin, haben wir uns schweren Herzens dazu entschossen, unsere Reise abzubrechen. Denn weder die Ärtzte noch wir wissen, wo unsere Reise genau hinführt und ob es dort ein Spital hat. Daher ist es mit grossen Risiken verbunden, weiterzureisen. Zudem sind es mit solchen Auflagen auch keine richtigen Ferien mehr, sondern es ist mehr ein Koordinieren von Spitalbesuchen.
Wir haben dann das Beste aus den fünf Tagen in Mount Gambier gemacht, und die Gegend etwas angeschaut. Aber die Luft war draussen. Die täglichen, mehrstündigen Spitalbesuche haben recht an den Nerven gezerrt. Wir plangten regelrecht darauf, vom Artzt das OK zu bekommen, um nach Hause zu fliegen. Nach fünf Tagen, und nachdem jede Person, welche auf der Notaufnahme arbeitet, uns kennt, sagte uns der Doktor, dass Luana nun fliegen darf. Von da an wurde die Rückreise organisiert.
Da der Aufenthalt in Mount Gambier länger als geplant gedauert hat, mussten wir heute fünf Stunden auf direktem Weg nach Melbourne fahren. Diese Strecke hat uns durchs Landesinnere geführt, so dass wir die Great Ocean Road, die angeblich schönste Küstenstrasse der Welt, leider nicht gesehen haben. Heute werden wir noch fein essen gehen, bevor wir morgen Nachmittag zurück in die Schweiz fliegen. Am Samstag werden wir um 06:30 Uhr in Zürich landen.
Es soll ja Leute geben, welche gewettet haben, wie lange wir es in Australien aushalten werden. Nun: Diejenigen, welche einen Monat gewettet haben, hätten also gewonnen…
Da dieser Blog von jedem gelesen werden kann, gehen wir nicht näher auf die Erkrankung ein. Man darf aber gerne direkt bei uns nachfragen, was genau los ist.
Wir wünschen nun allen eine rüdig verreckte Fasnachtszeit und wir melden uns wieder wenn wir zu Hause sind.
Hallo luana und Andy
Ach nei wie schade für euch. Kann mir vorstellen das es so kein spass macht zum weiter reisen. Was auch immer es ist in die schweiz hast du mehr möglichkeiten dich gut untersuchen zu lassen. Ein vorteil hat es Andy darf dieses Jahr schon mit dir an die Fasnacht, vorausgesetzt deine Gesundheit lässt es zu. Wünsche euch guten Flug und schreibe dir wenn wieder da bist????
Danke. Zuerst werden wir aber nachhause kommen und schauen dann was mit der Fasnacht läuft 😉
Total schade! Tut mir leid, dass die Reise abgebrochen werden muss. Aber Australien läuft nicht weg, die Gesundheit geht vor (sagt eine ex-Krankenschwester 😉
Guten Heimflug und gute, baldige Besserung!
Hallo Norma
Ja, uns hätte es eigentlich super gefallen. Ist wirklich schade. Der einzige Vorteil ist nun, dass wir trotzdem noch etwas Fasnacht erleben werden.
lg
Hallo Luana und Andy
Zuerst gute Besserung an Luana.
Guten „schnellen“ Flug wünsche ich euch beiden.
Wir haben uns schon wieder in der Schweiz eingelebt (na ja das war recht schwer)
Wenn ihr zurück sind und es Luana besser geht meldet euch, ihr habt ja meine Emailadresse.
Gruss Priska
Hallo Priska
natürlich melden wir uns, wenn wir wieder daheim sind, so dass wir den Teamspirit weiterleben können 😛
Wir sind jetzt vollgas am Packen und haben schon wieder unsere langen Hosen montiert. Es soll ja in der Schweiz nicht ganz so warm sein, wie hier.
Luana freut sich extrem auf die gebrannten Mandeln 🙂
Gruess Luana und Andy
Hey, das tut mir wirklich leid für euch!
Luana gute Besserung und … heut ist nicht alle Tage – ihr reist wieder, keine Frage! 🙂
Vielen Dank
Wir werden sicher mal wieder eine Reise machen…