Adelaide haben wir nur kurz angeschaut. Wir mussten vorallem Waschen und die Website wieder aktualisieren. Das Breakfree Hotel in Adelaide war dazu optimal. Wir haben ein Bad mit einer Waschmaschine gehabt und auch einigermassen Internet.
Am Samstagmorgen wurden wir um 06:20 Uhr vor dem Hotel von einem Car abgeholt. Wir dachten, der fährt uns nur kurz zum Hafen, dann steigen wir in die Fähre auf Kangaroo Island. Nun ja, zum Hafen ist er schon gefahren und das mit der Fähre stimmte auch soweit, nur kurz war die Fahrt nicht. Zwei Stunden sind wir bis zum Hafen gefahren. Dafür haben wir unterwegs zum ersten Mal freilebende Kängurus gesehen. Die Fahrt mit der Fähre dauerte 45 Minuten. Das Meer war zum Glück ruhig, so dass wir auch dieses Mal um den Gebrauch der Spucktüten herumkamen. Auf der Insel haben wir dann unsere Gruppe gesucht, mit welcher wir die nächsten zwei Tage verbringen werden. Der Tourguide war ein bärtiger Australier namens Greg. Er begrüsste uns und zeigte uns, wo wir das Gepäck einladen konnten. Im Bus war dann eine kurze Vorstellungsrunde an der Reihe. Dieses Mal war die Gruppe mehr durchmischt. Wir hatten Leute aus Grossbritannien, Kanada, Kolumbien, Italien, Schweden, Deutschland und sogar eine Australierin war dabei. Dann ging die Fahrt los.
Unser erster Halt war bei Rob dem Schafscheerer. Er hat eine Schaffarm und macht Schäferhunde und Schafscheer Shows. Er zeigte uns, wie seine drei Hunde ein paar Schafe zusammentrieben und dann, wie ein Schaf geschoren wurde und wie die Wolle dann weiter verarbeitet wird. Es war interessant.
Dann führte uns Greg zu einer Eukalyptus Distillerie. Andy dachte beim Wort Distillerei natürlich sofort an Schnaps, und wie Eukalyptus- Schnaps wohl schmecken würde. Tja, da war nichts mit Schnaps. Um Eukalyptusöl zu gewinnen, werden die Sträucher zusammen mit Wasser in einen Tank gegeben und dann erhitzt. Der Wasserdampf schleppt dann die Öle, welche sich in den Sträuchern befinden, mit. Dadurch dass sich diese Öle nicht mit dem Wasser vermischen, kann man das Öl vom Wasser trennen und weiterverarbeiten. Nach dem kurzen Video und dem Vorstellen der Produkte, welche man im nebenstehenden Laden kaufen konnten, haben wir dann Lunch gegessen.
Nach dem Mittag fuhren wir in eine Seelöwen Kolonie. Es roch fürchterlich nach Fisch und es war ziemlich warm. Und da die Führerin zudem noch in einem rasend schnellen Englisch alles erklärt hat, haben wir von dem ganzen nicht so viel mitbekommen. Eine Seelöwin hatte am Tag zuvor gerade gekalbt und muss nun schauen, dass die Seelöwen Männchen das kleine nicht essen.
Nun war etwas schwimmen an einem schönen Strand an der Reihe. Es windete an diesem Strand so schön und wir hatten ein Plätzchen im Schatten, so dass wir gar nicht gross ins Wasser gingen. Wäre ja auch wieder mit Umziehen und Sonnencreme einschmieren verbunden gewesen. Und dazu hatten wir keine Lust, da wir auch nur eine halbe Stunde am Strand gewesen waren.
Danach haben wir unsere Unterkunft bezogen. bei dieser hätte man viele, tolle Aktivitäten wie Kajak fahren, Biken oder Hiken machen können. Wir haben nur die Gegend etwas erkundet und stiessen dabei auf Koalas. Die hingen einfach nur so in den Bäumen, und es gab ein paar gute Aufnahmen. Bei einem Bier kamen wir dann mit einigen Leuten aus unserer Gruppe ins Gespräch. Es waren eher die Älteren Teilnehmer. Da waren Bonnie, Marie-Ann, Harold und Bob aus Kanada, Agnetha aus Schweden, und Charlotta und Michael aus Deutschland. Wir konnten dabei unser Englisch etwas benutzen. Zur gleichen Zeit grillierte Greg unser Znacht. Es war recht lecker. Wir haben uns dann noch etwas unterhalten, bis wir duschten und danach ins Bett gingen.
Um 07:00 Uhr gabs Frühstück. Also konnten wir recht lange schlafen. Nach dem Frühstück fuhren wir in ein Koala Sanctuary. Da hingen diese kuscheligen Tiere wieder in den Bäumen. Dann ging es weiter zu den „remarkable Rocks“. Diese Felsen sind wirklich sehr schön anzusehen. Sie wurden von den Aborigines Frauen auch für die Ausbildung ihrer Töchter benutzt. Der nächste Halt war der Admirals Arch. Das ist der Ort, bei welchem man um den Ecken kommt und vor einer gigantischen Höhle steht, durch welche man auf das Meer sieht. Es war überwältigend. In der gleichen Ecke war auch eine Seehunde Kolonie. Diesen Tieren sahen wir eine Zeitlang zu. Dann gab es wieder Lunch vom Grill.
Nach dem Essen machten wir nicht mehr viel. Wir fuhren nochmals an einen Strand, bevor Agnetha und wir beide am Flughafen abgesetzt wurden. Wir nahmen den Flieger zurück nach Adelaide. Der Rest der Gruppe nahm wieder die Fähre. Nachdem in der letzten Nacht Agnetha und wir jeweils ein separates Zimmer gehabt haben und die anderen in einem Massenschlag schliefen, kamen wir uns schon etwas komisch vor. Es war ein kleiner Flugplatz mit nur einem Check-in Schalter, zwei Gates und einer Autovermietung. Vom einen Ende waren es nur ein paar Schritte bis zum anderen Ende des Terminals.
Der Flug in der Propellermaschine ging etwa 20 Minuten und war ruhig. Wir waren ca. um 19:00 Uhr in Adelaide. Zu dieser Zeit fuhr die Fähre der anderen. Wir haben also schon den Besseren gemacht mit dem Flugzeug, da ja noch die zweistündige Carfahrt hinzukommt. Aber als wir gelandet sind, haben wir uns nun wirklich gefragt, wieviel wir für diesen Inseltripp ausgegeben haben. Da Stand ein Herr im Anzug mit einem Schild in der Hand, auf welchem „Odermatt / Andreas“ stand. Er stellt sich als Tony vor und führte uns zu seiner Limousine. Wir fühlten uns schon als etwas mehrbesser, als wir mir diesem Auto vor dem Hotel zufuhren.
Morgen werden wir wieder einen Camper in Empfang nehmen und entlang der Küste bis Melbourne fahren.