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Braunschweig

Eigentlich haben wir uns für die Fahrt nach Braunschweig vorgenommen, etwas zu lesen, um die Zeit schnell durchzubringen. Im gleichen Zugabteil hat dann aber auch ein älteres Paar platzgenommen. Mit ihnen kamen wir schnell in ein interessantes Gespräch. Der Herr war ein passionierter Velofahrer und hat sogar ein Velo aus der Schweiz von dem er uns Fotos zeigte. Wir erzählten von unserer abgebrochenen Veloreise und unserem aktuellen Tripp. So verging die Zeit wie im Fluge und wir haben keinen einzigen Buchstaben gelesen.

In Braunschweig wurden wir von Derya direkt am Bahngleis abgeholt. Sie führte uns in ihre Wohnung, in welcher wir während unserem Aufenthalt wohnen durften. Sie musste dann aber zur Arbeit, so dass wir uns später alleine auf den Weg in die Stadt machten. Leider hat es in Braunschweig keine Stadtrundfahrt gegeben. Etwas später stiess Derya zu uns und hat uns die interessanten Flecken gezeigt. Mit ihr gingen wir auch nachtessen. Später landeten wir in einem Irish Pub, wo gerade Karaoke Night war. Es war ein Riesenspass, obwohl wir selber nicht gesungen haben, jedenfalls nicht ins Mikrofon.

Am anderen Morgen schliefen wir zuerst mal aus und machten uns dann nochmals auf den Weg in die Stadt. Das Wetter meinte es aber nicht gut mit uns, es regnete. So haben wir bei der Touristeninformation nur einen Sticker geholt und ein Kaffee getrunken und sind dann wieder zurück zur Wohnung.

Da auch der Abend nicht wirklich besseres Wetter verprach, machte uns Derya den Vorschlag, zusammen bei ihrer Mutter Hülya, zu kochen und einen Spieleabend zu machen. Das war uns natürlich auch sehr recht, so dass uns Derya bald abholen kam und wir gemeinsam nach Lagesbüttel fuhren. Wir spielten „Siedler von Catan“, und obwohl Luana keine Ahnung vom Spiel hatte, war sie es, welche gewonnen hat. Dies wurde dann aber von den Unterlegenen als Anfängerglück abgetan 🙂
Es war ein sehr lustiger Abend.

Am folgenden Morgen durften wir ein grandioses Frühstück geniessen. Danach haben wir uns auf den Weg in den Harz gemacht. Ein Mittelgebirge, bei welchem der höchste Berg doch 1141 Meter über Meer liegt. Im Harz war bis vor kurzem die längste Hängebrücke in Europa. Sie wurde im Mai 2017 eröffnet. Aber schon Ende Juli 2017 wurde eine noch längere Hängebrücke in Zermatt eröffnet. Dies hält man uns Schweizern recht vor, obwohl wir noch nie von einem Wettstreit der Brückenlänge gehört haben.

Jedenfalls ist diese Brücke im Harz recht beeindruckend. Sie führt an der Rappbode-Talsperre entlang. Der See hinter dieser Talsperre wird für die Trinkwasserversorgung der Region und zur Stromgewinnung verwendet. Neben der Brücke führen noch zwei Stahlseile schräg ins Tal hinuntern. Die fanden bei uns aber erst richtig Beachtung, als daran zwei Menschen in einem Wahnsinnstempo herunterfuhren. Nachdem wir die Brücke begangen haben, erkundigten wir uns, wo man denn nun einen guten Kaffee und Kuchen bekommt. Man sagte uns, dass es im Baumkuchenhaus in Wernigerode feinen Kuchen gibt. Ja, Baumkuchenhaus, das tönt doch gut, so irgendwie nach einer rustikalen Holzhütte. Nun ja, es sah eher aus wie ein Mc Donalds Drive-in. Ein Baumkuchen ist ein Gebäck, welches schichtweise gebacken wird und wirklich lecker war. Nach dem uns Derya noch den schönen Wasserfall in Bad Harzburg gezeigt hatte, fuhren wir zurück nach Braunschweig. Nach einem leckeren Abendessen mit viel Fleisch, trafen wir uns mit ein paar Freunden von Derya und verbrachten mit ihnen den Abend.

Heute haben wir nochmals ausgeschlafen und gingen dann in die Stadt frühstücken. Am Abend haben wir uns noch den Tatort in einem Kino angesehen. Sie zeigen hier in Braunschweig jeweils am Sonntag Abend kostenlos den Tatort auf der Grossleinwand. Ist schon was anderes als auf einem kleinen Fernseher. Morgen früh werden wir uns auf den Weg in die Schweiz machen.

Der Aufenthalt in Braunschweig war ein würdiger Abschluss unseres Tripps durch Europa und wir möchten uns vor allem bei Derya und Hülya für die riesige Gastfreundschaft bedanken und wir freuen uns, sie bald wiederzusehen.

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